18.09.2019

Project Veritas, der Fall ACORN und die Aufdeckung der verlogenen Mainstream-Medien - ein Resumee nach zehn Jahren

Veröffentlicht auf projectveritas.com am 10.09.2019

Im Original von James O'Keefe am 10.09.2019; übersetzt von die-lebenskraft.de

Quelle: Project Veritas

 

Anmerkung von die-lebenskraft.de: Am Schluß des Artikels haben wir eine deutsche Übersetzung des englischen Wikipedia-Eintrags zur Organisation ACORN bereitgestellt.

 

Vor gut einem Jahrzehnt experimentierte ich mit einem alten Journalismus-Genre herum, das quasi eine Mischung aus Andy Bichlbaums Agitprop-Straßentheatergruppe The Yes Men, Mike Wallace und Borat war. Nachdem ich also ein paar Ideen aus Tom Wolfes Mau-Mauing the Flak Catchers und Saul Alinskys Regeln für Radikale sammelte, dazu noch Hunter S. Thompson's Werke studierte, fühlte ich mich inspiriert, die Welt zu verändern. Unterm Strich hat mich diese ominöse Mischung aus Informationen und Inspirationen letztendlich dazu gebracht, meinen investigativen Journalismus zunächst zu verbergen. Rush Limbaugh würde später das, was wir tun, wie folgt beschreiben: "Sie zeigen auf Videoaufnahmen, wer sie (Anm.: die Recherchierten) wirklich sind. Von daher ist keine Erklärung (mehr) erforderlich." Diese neue Gangart des Journalismus wurde also zu meinem Lebenswerk.

 

Alles begann mit einer Gonzo-Kampagne auf dem College, um die Kellogs ähnlichen Frühstücks-Glücksbringer aus unseren Speisesälen und der Mensa zu verbannen; denn schließlich ist das für jeden Irisch-Amerikaner überall ein regelrechter Affront. Später machte sich die Bande von Witzbolden nach Boston auf, um dort die Bürger zu fragen, ob sie vielleicht einen liebevollen Guantanamo-Häftling adoptieren würden. Als nächstes folgte dann ein schockierender Anruf in einem Planned Parenthood-Büro (Anm.: Größte Abtreibungs-Gesellschaft der USA; vergleichbar mit ProFamilia in Deutschland). Ich gab mich als ein großzügiger Geldspender aus und schlug vor: "Je weniger schwarze Kinder da draußen sind, desto besser." Der Planned Parenthood-Mitarbeiter antwortete: "Das Geld nehmen wir gerne!" Was jedoch tatsächlich den Grundstein legte für die Bewegung, die heute als Project Veritas fungiert, war eine Facebook-Nachricht einer inspirierten jungen Frau (mit Namen Hannah Giles), die ich bis dahin noch nie getroffen hatte. Nach einem Hin und Her von Nachrichten, frug sie sozusagen als Nachsatz: „P.S.: Hast du eigentlich schon jemals verdeckte Ermittlungen bei ACORN-Geschäftsstellen angestellt?" Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht einmal, wer oder was ACORN eigentlich war.

Der Anfang der ACORN-Veröffentlichung

 

Es gibt ein ungeschriebens Gesetz im Journalismus, nachdem Organisationen, welche Menschen helfen, nicht unter die Lupe genommen werden sollen. Nachdem wir jedoch von der mittels guter Absichten getarnten Korruption bei ACORN Notiz genommen hatten, beschlossen wir heraus zu finden, wieweit die Bereitschaft ACORN's tatsächlich besteht, gegen Gesetze zu verstoßen.

Der Job fiel auf die 20-jährige, knapp bekleidete Hannah Giles und mich; damals 24 Jahre alt. Sie spielte die Rolle der Prostituierten und ich der des Zuhälters. Zusammen würden wir ACORN stürzen und die korrupten Mainstream-Medien bloßstellen.

Das Ganze brachte John Stewart von der Daily Show später zu der Aussage: "Wollt ihr mir entshaft erzählen, zwei High School Musical 3 - Kids, ausgestattet mit einer Videokamera und Großmutters Chinchilla-Mantel, bringen eine solche Geschichte zu Tage und ihr (Anm.: die Mainstream-Medien) habt nichts?! Wo zum Teufel waren denn jetzt die investigativen Medien?!?"

 

 

John Stewart veröffentlicht ACORN-Videos

 

Zwei Monate lang besuchten Hannah und ich fast ein Dutzend ACORN-Büros in den USA, und spielten dabei die Rolle eines Zuhälters und einer Prostituierten, wobei wir zahlreiche Aussagen verschiedener ACORN-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter aufzeichneten und erlangten, bei denen es um deren Beteiligung an einer sehr merkwürdigen Situation in Bezug auf 13 minderjährige Prostituierte aus El Salvador ging. Immer wieder erhielten Hannah und ich Ratschläge von ACORN-Mitarbeitern, wie man sich dem US-Steuerrecht entzieht, der Polizei aus dem Weg geht, das illegale Geld verschwinden lässt und die minderjährigen Sexarbeiterinnen als Bestandteile unserer Steuererklärungen deklariert.

 

 

ACORN-Mitarbeiter in Baltimore

 

Ich war sowas von pleite, daß wir unsere Requisiten in einem Ein-Dollar-Geschäft kauften. Ich selbst hatte kein Auto, also lieh ich mir den abgeranzten 2001er Grand Marquis meiner Schwester und ich fuhr über die Chesapeake Bay Bridge nach Washington DC, weil die Mautgebühren dort ein paar Dollar geringer waren, als auf der kürzeren Strecke über die Interstate-95.

 

 

 

Nach Baltimore wußten wir, daß wir tatsächlich etwas (gegen ACORN) haben:

Tanja Thompson, Baltimore ACORN-Mitarbeiterin:
"Freischaffende Künstlerin, das funktioniert bei Ihnen. Ihre Arbeit ist darstellende Kunst.
Also, ab jetzt sind Sie einfach keine Prostituierte mehr!
"

 

Wir zitterten vor Aufregung, als wir das Filmmaterial im alten Auto meiner Schwester betrachteten. Allerdings waren wir unsicher, wohin wir mit der Geschichte gehen sollten. Instinktiv wusste ich, daß die Mainstream-Medien nicht darüber berichten würden… aber wer würde das stattdessen?

 

Ich hatte nicht wirklich viele Kontakte; einer jedoch führte mich zu einem Mann, der mein Leben verändern würde: Andrew Breitbart.  Er hatte eine Vorliebe für Veröffentlichungen und wußte, wie man die (Massen)Medien hackt.

 

 

Andrew Breitbart, James O'Keefe & Hannah Giles

 

Als ich Andrew die Clips auf meinem kaum funktionierenden ACER-Laptop zeigte, lautete seine unmittelbare Antwort: "Diese Geschichte wird die New York Times echt in Verlegenheit bringen."

 

 

Die New York Times entschuldigt sich für die schlechte ACORN-Berichterstattung

 

Die Erfahrungen der Vergangenheit (d.h. Google und Wikipedia) werden unserer ausgefeilten Strategie zur Veröffentlichung von Videos nicht gerecht. Wir hatten eben jene Reaktion auf die erste Veröffentlichung "Ein Schurken-Mitarbeiter" so erwartet; wie vorhergesehen, spielten uns die Mainstream-Moderatoren direkt in die Karten.

Ein so genannter CNN-Experte erklärte am 10. September ohne jegliche Beweise: "Das Filmteam versuchte, diese Täuschung auch in anderen Büros durchzuziehen, jedoch ohne Erfolg." Was sie zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht wußten war, daß noch ein gutes Dutzend mehr dieser bombastischen Aufnahmen kommen würde!

Zwischen dem 10. und 16. September 2009 kämpften wir gegen jeneLeute, die jede nur erdenkliche miese und abscheuliche Art von Druck ausübten, die Veröffentlichung unserer Videos zu verhindern bzw. nieder zu machen. Auf den ersten Blick schien die Geschichte von Korruption in einer regierungsnahen Gruppe zu handeln. Am Ende jedoch enthüllte die Geschichte, wie die Mainstream-Medien ihre Verantwortung für eine freie und unabhängige Berichterstattung aufgegeben hatten.

Sie waren jetzt Teilnehmer des Nachrichten-Verhinderungs-Geschäfts!

 

 

Die New York Times berichtet über den ACORN-Fall

 

Wie ein reudiger Hund mit eingezogenem Schwanz, entschuldigte sich die New York Times am 26. September in einem Beitrag mit dem Titel "Tuning In Too Late" (Anm.: Zu spät eingeklinkt); der leitende Redakteur gab zu, "die Berichterstattung verzögert zu haben". Der Verantwortliche Chefredakteur der Times kritisierte seinen eigenen Reporter darin, wichtige Fakten ausgelassen bzw. nicht erwähnt zu haben. Brooklyn war die dritte ACORN-Stelle, die wir besuchten. Ein Mitarbeiter dort forderte uns auf, unsere illegalen Einnahmen in einer Blechdose zu vergraben und „Gras darüber zu legen“. Der leitende Redakteur der Times warf dem Reporter vor: „Ich denke, er hätte das auch für New York mit einbeziehen sollen."

 

 

CNN's Wolf Blitzer berichtet über die ACORN-Videos

 

 

Der Newsticker außen am Gebäude des Fox News Headquarters in Manhatten

 

Am Tag der Veröffentlichung des Videos aus Brooklyn, stimmte der Senat mit 83 zu 7 Stimmen dafür, die staatlichen Mittel für ACORN komplett zu streichen. Eben jene nachvollziehbare Empörung, welche durch die Veröffentlichung der Videos hervorgerufen wurde, schuf eine politische Konsens-Bereitschaft, die es in Washington bisher so noch nie gegeben hatte. Einer der Reporter des politischen Establishments beschrieb "die atemberaubende, totale Niederlage von ACORN" als eine "wirklich außergewöhnliche Serie von Ereignissen". Und weiter war es "ein wichtiger Moment für die Entwicklung alternativer Medienquellen, und Washington reagierte noch vor den meisten etablierten Medien."

Präsident Obama unterzeichnete sodann den von einer demokratischen Mehrheit im Repräsentatenhaus gebilligten Gesetzesentwurf, mit dem ACORN sämtliche Bundesmittel entzogen wurden. Keine Ahnung, ob die Republikaner dazu ebenfalls bereit wären, weder damals noch heute.

Keine Ausbildung oder Vorbereitung hätte mich auf diesen Tsunami vorbereiten können, welcher auf einmal über mich herein brach. Ich habe in der ersten Woche 5 Kilo verloren, wobei mein Körper ohnehin schon recht hager war. Zudem schlief ich kaum.

 

 

James O'Keefe auf Fox im Gespräch mit Glenn Beck

 

In den folgenden Tagen beendeten Regierungsorganisationen wie das IRS und das Census Bureau die Beziehungen zu ACORN und lösten so eine wahre Lawine an Schlagzeilen aus. Die kulturelle Bedeutung dieser Geschichte wurde in Episoden von South Park, der Jay Leno Show und der Daily Show festgehalten.

Aber der Kampf sollte noch weiter gehen. Es gab diese nicht weniger als 75 Anrufe von CNN, die sozusagen alle auf einmal kamen und die es mir nicht erlaubten, auch nur einen abgehenden Anruf zu tätigen.

"Heb um Himmels Willen nicht ab!", flehte Andrew (Breitbart). Er warnte mich, daß sie damit nur versuchten, der Geschichte ein Gesicht zu geben, um so mich als Quelle zu defamieren und damit der eigentlichen Geschichte -der Substanz, auszuweichen und zu entgehen. Eine mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnete Reporterin der Washington Post war letztendlich gezwungen, einen Widerruf zu drucken, nachdem sie unsere Motivation, den ACORN-Fall zu veröffentlichen, als rassistisch bezeichnete. Ihr Vorwurf war, wir hätten uns auf ACORN eingeschossen, weil diese die Wählerregistrierung in schwarzen Gemeinden unterstützen. Die Washington Post musste also einen Widerruf drucken, der lautete: „Obwohl ACORN hauptsächlich Personen aus diesen Gruppen registriert, erwähnte der Herausgeber der Videos, James E. O'Keefe, dies jedoch nicht übermäßig.

Ein weiterer Widerruf der Washington Post sollte zehn Jahre später erfolgen, nachdem in nicht auf Tatsachen basierender und ungenauer Weise berichtet wird, die ACORN-Videos seien gefälscht:

 

 

Ein weiterer Widerruf der Washington Post:

 

Widerruf: In einer früheren Version dieses Artikels wurden die Beweise im Zuge der Ermittlungen des Oberstaatsanwaltes des Staates Kalifornien, welche auf Videos des Jahres 2009 des Aktivisten James O'Keefe basieren, fälschlich dargestellt. Die Ermittler bezeichneten die Videos nicht als gefälscht, jedoch daß diese "stark bearbeitet" wurden und demnach nicht die "volle Wahrheit" reflektierten. In der früheren Version des Artikels fehlte zudem die Anerkennung O'Keefes' Ermittlungen, was nun verbessert/korrigiert wurde.

 

Ein wahrer Blizzard von Angriffen gegen unsere Methoden und wie wir die Aufnahmen bearbeiteten, sollte über uns fegen; alles mit dem Ziel der charakterlichen Defamierung und Zerstörung unserer Bewegung. Alle Sender, welche die ACORN-Videos veröffentlichten, als erster Fox, sichteten und überprüften allerdings die rohen, unbearbeiteten Beweise. Und wenn Sie keine Fan der redaktionellen Richtlinien von Fox sind; wie wäre es mit der New York Times?

Deren Pulitzer-Preisträger Clark Hoyt hat alle Rohdaten durchgesehen und allen Kritikern eine verheerende Antwort gegeben:

 

Die Acorn-Befürworter scheinen zu hoffen, daß die ganze Geschichte über der Frage zerbricht, was O’Keefe als Kleidung trug; getreu dem Motto: "Wenn das Eine falsch ist, muß alles falsch sein."

Jedoch geht das aus den Videodaten nicht hervor. Selbst wenn O’Keefe nicht wie ein echter Zuhälter gekleidet war, so hat er sich eindeutig als einer dargestellt: ein Kerl, der versucht, eine Frau - manchmal zusammen mit minderjährigen Mädchen - in einem Haus unterzubringen, in dem sie als Prostituierte arbeiten würden.

In Washington sagte er sogar, die Prostitution solle seine Zukunft in der Politik finanzieren. Ein Mitarbeiter von Acorn Housing, -einer angeschlossenen Institution, ermahnte ihn, sich von dem "Bordell" möglichst fernzuhalten, damit nicht jemand „Wind davon bekommt, daß du da ein Haus hast und deine Freundin arbeitet gegenüber mit "Mädchen für die Nacht". Dann wird deine Karriere eine sehr Kurze sein."

Die Videos wurden maßgeblich bearbeitet; die Reihenfolge einiger Gespräche wurde geändert. Einige Arbeiter schienen tatsächlich besorgt um Giles zu sein; einer riet ihr, juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

In zwei Städten haben Acorn-Arbeiter sogar die Polizei gerufen. Aber die schrecklichsten Dialoge stimmen mit den Transkripten und dem Audio überein und scheinen auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen. Im Harshbarger-Bericht zum Fall Acorn wurde kein „Muster des illegalen Verhaltens“ der Mitarbeiter festgestellt. Aber er sagte mir: „Sie (Anm.: die ACORN-Mitarbeiter) sagten, was sie eben gesagt haben. Und es gibt keine Möglichkeit, das irgendwie als gut darzustellen."

 

Es gab tatsächlich nur eine Niederlage. Im Jahr 2013 wurde ein Rechtsstreit mit einem ACORN-Mitarbeiter beendet. Dieser behauptete, ich hätte seine Datenschutzrechte verletzt. Sechs Jahre später sollte Projekt Veritas jedoch Recht bekommen: In Massachusetts wurde in einem ähnlichen Fall das Datenschutzgesetz aufhoben, als der zuständige Bundesrichter argumentierte, „geheime Aufzeichnungen sind ein Grundrecht“. Dann, in 2019 sprach ein Bundesrichter in North Carolina ein historisches Urteil im Zuge eines Diffamierungsfalls.

So hieß es dort: „Wenn Bürger und Medien aus Angst vor Haftung einen Maulkorb tragen müssen, dann schadet dies dem politischen Diskurs, der Gesellschaft insgesamt und unserer Grundfreiheit. Wenn ich hierbei falsch liegen sollte und die nächste Instanz sagt, daß dies nicht das Gesetz sei, dann zweifle ich daran, wohin sich unser erster Artikel (Anm.: der Verfassung) bewegt und wohin uns das in diesem Land führen wird.“

 

Investigativer Undercover-Journalismus macht dich zur Zielscheibe, wenn man effektiv und mit maßgeblichen Auswirkungen etwas bloßstellt und veröffentlicht. Wer investigativ ermittelt und berichtet, der schädigt zwingendermaßen Jemanden oder Etwas. Das Wichtigste dabei ist jedoch, daß die Ergebnisse letztendlich immer der Gesellschaft und der Allgemeinheit zugute kommen.

 

In einer Demokratie ist das Recht des Volkes auf Wissen unabdingbar, um fundierte Entscheidungen treffen zu können. Der legendäre Reporter Jack Anderson schrieb einmal: „Ich scheine meine beste Arbeit zu leisten, wenn jeder mich hasst.

Die neuen heiligen Kühe sind Medien und Big Tech. Der Plan ist, sie bedingungslos zu untersuchen. Denn heilige Kühe müssen,  -wie jede andere Einrichtung bzw. Institution auch, für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden.

Jetzt ist die Zeit zu handeln!

Vor 10 Jahren waren es bei der ACORN-Geschichte ein paar Kids mit einer Videokamera und einer Idee, die jedoch den Lauf der Geschichte veränderte.

Deshalb steht bei Project Veritas zehn Jahre später das Beste noch bevor.

 

Hier nun der ins Deutsche übersetzte Eintrag von Wikipedia zur Organisation ACORN:

 

Die Association of Community Organizations for Reform Now (ACORN) ist ein internationaler Zusammenschluß autonomer Organisationen, die sich für einkommensschwache Personen oder Familien einsetzen, indem sie sich mit Themen befassen wie z.B. Sicherheit in der Nachbarschaft, Wählerregistrierung, Gesundheitsfürsorge, bezahlbarem Wohnraum und anderen sozialen Punkten. Sie sind unter ACORN International zusammen geschloßen. ACORN wurde 1970 von Wade Rathke und Gary Delgado [3] gegründet und zählte zu Spitzenzeiten über 500.000 Mitglieder in mehr als 1.200 Stadtvierteln in über 100 Städten in den USA. [4] [5]  sowie Gruppen in Argentinien, Kanada, Mexiko und Peru. Der Rest dieses Artikels bezieht sich speziell auf ACORN-USA (jetzt als ACORN International [7] organisiert), sofern nicht anders angegeben. In den USA führte ACORN Wählerregistrierungsaktionen durch und arbeitete daran, systematische Hindernisse für die Registrierung von Wählern der unteren Klassen und der Arbeiterklasse zu beseitigen.  Die Republikanische Partei beschuldigte ACORN regelmäßig, Wahlbetrug begangen zu haben oder dazu zu ermutigen, aber es wurden nur wenige Fälle gefunden oder strafrechtlich verfolgt. Die Organisation führte ihre eigenen Prüfungen durch und arbeitete mit den Ermittlungen der Mitarbeiter zusammen, wobei einige Fälle an die Strafverfolgung verwiesen wurden.