13.11.2019

Was du denkst wird beeinflußt von dem, was du dir anschaust. Und was du zu sehen bekommst, wird bestimmt von der selbsternannten Elite

Veröffentlicht auf stillnessinthestorm.com am 12.11.2019

Im Original von Michael Snyder am 24.10.2019

Quelle: The Economic Collapse

 

Warum glaubst du tatsächlich das, was du glaubst? Einige haben auf diese Frage eine handfeste Antwort, doch die meisten Menschen machen sich über eine solch tiefgehende Frage leider überhaupt noch keine Gedanken.

 

Tatsächlich ist es für die meisten Menschen deutlich einfacher, andere für sich denken zu lassen. Heutzutage verbringen die meisten von uns jeden Tag mehrere Stunden damit, Informationen über irgendeinen Bildschirm zu erfassen; und der größte Teil jener Inhalte, die uns über TV, Smartphones, Tablets und Computer erreichen, wird von der selbsternannten Elite (Anm.: der Kabale), kontrolliert. Und wenn wir es weiterhin zulassen, von jemandem Tag für Tag mehrere Stunden lang Informationen in uns quasi injizieren zu lassen, dann hat es über kurz oder lang dramatische Auswirkungen in Bezug darauf, wie wir unsere Welt sehen.

 

Der Kino-Hit „Matrix“ war damals definitiv einer meiner Lieblingsfilme und meines Erachtens eine wirklich gute Metapher dafür, was heute in unserer Gesellschaft und auf der Welt so vor sich geht. Im Film war fast die gesamte menschliche Bevölkerung in ein System -eine Matrix, eingebunden, das ständig eine computergenerierte Realität (Anm.: Virtual Reality) in die Köpfe der Menschen sozusagen einspeiste; mit der tatsächlichen Realität hatte dies jedoch überhaupt nichts gemeinsam. Erst später in meinem Leben wurde mir klar, daß wir uns sogesehen selbst gerne das Gleiche antun. Unsere persönlichen, menschlichen Interaktionen sind mittlerweile äußerst begrenzt und gering, jedoch „stecken“ wir bereitwillig in der enormen Matrix von Nachrichten, Informationen, Unterhaltung und Ablenkung fest, die die selbsternannte Elite jeden Tag für viele Stunden kreiert und erzeugt hat.

Gemäß der Zahlen einer aktuellen Studie, die zu Beginn dieses Jahres veröffentlicht wurde, verbringt allein in den USA jeder Bürger im Durchschnitt täglich mehr als drei Stunden vor dem TV und glotzt zudem nochmals täglich ebenso lange auf sein Smartphone oder Tablet. (Anm.: Ein Blick auf unsere Kids in den Straßen läßt durchaus darauf schließen, daß die Zahlen für Deutschland ähnlich sind!)

 

"Nun ist es offiziell: In diesem Jahr verbringen die Amerikaner erstmals mehr Zeit damit, auf ihre Smartphones und Tablets zu starren, als fernzusehen. Laut EMarketer Inc. wird ein Erwachsener in diesem Jahr durchschnittlich 3 Stunden und 43 Minuten auf sein Mobilgerät schauen. Das sind acht Minuten mehr als die drei Stunden und 35 Minuten, die vor dem TV verbracht werden."

 

Wenn unsere Vorfahren und Ahnen früherer Generationen die heutige Gesellschaft besuchen könnten, dann wären sie höchstwahrscheinlich völlig entsetzt darüber, daß alle ständig wie Zombies auf irgendwelche Bildschirme starren.

Es wäre vielleicht gar nicht so schlimm, wenn wir unseren Geist dabei mit gesunden bzw. zuträglichen Dingen/Informationen füttern würden; das meiste jedoch von dem, was wir an Informationen konsumieren, ist nichts anderes als geistiger Müll, der von der selbst ernannten Elite produziert wurde.

 

Heutzutage werden fast alle Nachrichten, Informationen und Unterhaltungsangebote, die wir sozusagen konsumieren, von einer kleinen Gruppe gigantischer (Medien-)Unternehmen produziert und bereit gestellt. Die folgende Zusammenfassung des aktuellen Sachverhalts stammt übrigens aus Wikipedia:

 

"Die Axel Springer AG ist einer der größten Zeitungsverlage in Europa und gibt an, über 150 Zeitungen und Zeitschriften in über 30 Ländern in Europa zu veröffentlichen. In den 1960er und 1970er Jahren verfolgten die Medien des Unternehmens eine aggressive konservative Politik (siehe Springerpresse). Sie veröffentlicht die einzige bundesweite Boulevardzeitung Deutschlands, Bild, und eines der wichtigsten deutschen Broadsheets, Die Welt. Axel Springer besitzt auch eine Reihe von Regionalzeitungen, insbesondere in Sachsen und in der Metropolregion Hamburg, die dem Unternehmen im letzteren Fall de facto ein Monopol einräumen. Der Versuch, eine der beiden großen deutschen privaten TV-Konzerne, ProSiebenSat.1, im Jahr 2006 zu kaufen, wurde aufgrund großer Bedenken der Regulierungsbehörden sowie von Teilen der Öffentlichkeit zurückgezogen. Das Unternehmen ist auch in Ungarn tätig, wo es der größte Herausgeber regionaler Zeitungen ist, und in Polen, wo es das meistverkaufte Boulevardblatt Fakt besitzt, sowie eines der wichtigsten Broadsheets des Landes, Dziennik. Zudem ist man einer der größten Anteilseigner des privaten TV-Unternehmen Polsat. Bertelsmann ist eines der größten Medienunternehmen der Welt. Sie besitzt die RTL Group, eines der beiden größten privaten Fernsehunternehmen in Deutschland und den Niederlanden, sowie Vermögenswerte in Belgien, Frankreich, Großbritannien, Spanien, Tschechien und Ungarn. Bertelsmann besitzt auch Gruner + Jahr, Deutschlands größter populärer Zeitschriftenverlag, einschließlich des populären Nachrichtenmagazins Stern und eines Anteils von 26% am investigativen Nachrichtenmagazin Der Spiegel. Bertelsmann besitzt auch Random House, einen Buchverlag, der in der englischsprachigen Welt an erster Stelle und in Deutschland an zweiter Stelle steht."

 

Wenn man auf ein fast vollständiges Monopol bei Nachrichten, Informationen und Unterhaltung zurück greifen kann, dann ist es auch kein Hexenwerk, eine Gesellschaft zu manipulieren (Anm.: und Meinungen bzw. Narrative zu steuern).  Aktuell besteht der Großteil der Bevölkerung aus äußerst fügsamen Schlafschafen, die scheinbar mehr als glücklich damit sind, die von der selbsternannten Elite festgelegten „gesellschaftlichen Normen“ einzuhalten. Der Begriff Schlafschafe wurde also als Beschreibung jener Mneschen verwendet, die es der selbsternannten Elite ermöglichen, das Denken für sie selbst zu übernehmen. Unser Job ist es nun alles Mögliche dafür zu tun, diese Individuen im Prozess des Aufwachens zu unterstützen und sie letztendlich dazu zu bringen, wieder für sich selbst zu denken.

 

Anhand eines Beispiels möchte ich gerne einmal darstellen, welche immense Kraft (Anm.: der Meinungsbeeinflussung) von Seiten der Medien ausgeht. Eine kürzlich in den USA durchgeführte und von Reuters veröffentlichte Umfrage ergab, daß diejenigen, die Fox News schauen der Meinung sind, die US-Wirtschaft sei in einer guten Verfassung. Hingegen stehen diejenigen, die MSNBC schauen, der Wirtschaft eher pessimistisch gegenüber:

 

"Die amerikanischen Wähler sehen sich allesamt denselben wirtschaftlichen Tatsachen ausgesetzt, von niedriger Arbeitslosigkeit bis hin zu den Risiken eines Handelskrieges. Jedoch verdeckt der Index der Gesamtstimmung der Umfrage - bei 108 knapp über der 100er-Linie, welche die positiven von den negativen Eindrücken der Wirtschaftsaussichten trennt - die enorme Spaltung zwischen jenen, die Pro-Trump sind und deren Ansichten weitaus rosiger ausfielen mit über 136 Punkten, und eben denen, die den Präsidenten mit einem Wert von 88 Punkten sozusagen ablehnen. Diese Ergebnisse, gewichtet nach Faktoren wie Alter, Rasse und Geschlecht, waren in ähnlicher Weise national repräsentativ verzerrt aufgrund des Mediums, welches bevorzugt betrachtet wird. Die Zuschauer der konservativ geprägten Fox News registrierten 139 Punkte für die aktuelle Stimmung in Bezug auf die Wirtschaft; hingegen die Zuschauer von MSNBC, einem häufig Trump-kritischen Sender, lediglich 89 Punkte registrierten. Die Leser der New York Times saßen mit 107 Punkten in der Mitte und somit in der Nähe derer, die ihre News über Facebook (110) und Twitter (112) beziehen."

 

Die Wahrheit jedoch liegt irgendwo dazwischen. In den letzten Jahren gab es offiziell in den USA keine Rezession; jedoch boomte die US-Wirtschaft definitiv auch nicht. Tatsächlich gab es seit Mitte der Bush-Regierung kein vollständiges Jahr mit einem BIP-(Anm.: Brutto-Inlandsprodukt) Wachstum von 3 Prozent. Dies ist mit Abstand die längste Phase eines langsamen Wirtschaftswachstums in der amerikanischen Geschichte; und jetzt scheint es, als nähere sich die nächste Rezession recht rasch. (Anm.: Ähnliche Nachrichten werden auch bei uns sowohl auf die deutsche Wirtschaft als auch jene in der EU, deutlich kommuniziert!)

 

Und ganz ohne Zweifel haben zig Millionen amerikanische Familien im Moment wirklich große Probleme. In einem meiner kürzlich veröffentlichten Beiträge konnte ich festhalten, daß die Hälfte aller amerikanischen Arbeiter weniger als 33.000.- Dollar pro Jahr verdienen. Und eine just veröffentlichte Umfrage ergab, daß 70 Prozent der Amerikaner auf Grund von Geldproblemem bereits einmal in Tränen ausgebrochen sind.

 

Einer der Hauptgründe dafür, daß sich so viele Menschen über meine Artikel und Berichte aufregen und diese kritisieren, ist, daß ich einfach nicht der Herde folge.

Heutzutage ist es unabdingbar für uns alle zu lernen, wieder für uns selbst zu denken. Denn wenn man nicht aktiv die Kontrolle über sein eigenes Denken übernimmt, dann wird die sogenannte Elite mehr als glücklich sein, das weiterhin für uns zu tun.

Es gilt, alles zu hinterfragen. Jedes Medium, das uns mit Nachrichten, Informationen und Unterhaltung füttert, hat eine Agenda, die dahinter steht; und in den meisten Fällen handelt es sich nicht um eine positive Agenda. Wir kämpfen im wahrsten Sinne des Wortes um (unser) Herz und (unseren) Verstand, und die Elite hat aufgrund des selbst geschaffenen kolossalen Systems einen überwältigenden Vorteil. Doch haben wir die Wahrheit auf unserer Seite, und am Ende wird die Wahrheit siegen.