09.09.2019

Wie Spiritualität und der Glaube an eine Jenseitswelt unsere Realität verbessern können

Veröffentlicht auf stillnessinthestorm.com am 08.09.2019

Im Original von Prof. Stafford Betty am 27.08.2019; übersetzt von die-lebenskraft.de

Quelle: Wake Up World

 

In diesem Artikel werden wir drei Dinge untersuchen: (1) die Vielfalt nichtreligiöser bzw. weltlicher Informationen über das/ein Jenseits, (2) wie wir uns in eben dieser (Jenseits)Welt entwickeln und (3) die Konsequenzen für uns Menschen, in physischen Körpern lebend, mit Mut und Selbstbewusstsein glaubend an die Realität dieser (Jenseits)Welt.

 

Warum wir glauben, was wir glauben

 

Ich gehe mal davon aus, daß die meisten unter uns, -so auch ich selbst, uralten, vorzeitlichen Niederschriften nicht besonders viel Vertrauen entgegen bringen können, wenn es um Dinge und Geschehnisse unserer persönlichen Zukunft geht. Zum einen gibt es innerhalb der uns bekannten Religionen erhebliche Uneinigkeit diesbezüglich; zum anderen erscheinen die Darstellungen wahrscheinlich als eher mythisch oder imaginär; nicht basierend auf den Beweisen, über die wir heuzutage verfügen. So wie sich die physikalischen Wissenschaften weiterentwickelt haben, stehen auch die psychischen Wissenschaften dem in nichts nach.

 

Die uns heutzutage in Bezug auf die Jenseitswelt bereitstehenden Informationen, basieren auf einem Studium von mindestens acht sehr unterschiedlichen Arten von Erfahrungen: Todesbettvisionen, Nahtoderfahrungen (Near-Death Experiences/NDEs), Erscheinungen oder Geister, Phänomene des Poltergeismus, Geistkommunikation durch Medien/Channelings, Anhaftung und Besitz von Geistern, Reinkarnations-Erinnerungen kleiner Kinder, geistige Kommunikation durch Instrumente (Instrumental Transcommunication oder ITC) und Klarträume sterbender Menschen mit stark geschädigtem Gehirn. Jede dieser Quellen ist unabhängig von den anderen und trägt so dazu bei, tiefer in die Materie einblicken zu können und Informationen zu sichern, bevor sie erlöschen; so wie es viel schwieriger ist, ein Bündel von Drähten zu zerreissen, als nur einen einzelnen.

 

Hierzu ein Beispiel: Viele im Sterben liegende berichten von Erscheinungen Verstorbener an ihrem Bett. Niemand sonst kann sie sehen, aber die Sterbenden sprechen mehr oder weniger sachlich von ihnen bzw. über sie. Die Sterbenden haben schwache, aber messbare Vitalfunktionen und sind sich der (realen) Welt um sie herum klar bewusst. Gleichzeitig sind sie sich anscheinend auch jener Welt bewusst, in die sie bald eintreten werden. Sie scheinen einen Fuß in dieser Welt und einen Fuß in der nächsten -dem Jenseits, zu haben.

Im Gegensatz dazu haben Nahtoderfahrene keine Vitalfunktionen und berichten normalerweise, daß sie nicht (mehr) in ihrem (physischen) Körper waren. Ist es eine tiefe Nahtoderfahrung, so werden sie diese Welt verlassen und in eine andere eintreten, bevor sie dann wieder (in die Realität) zurückkehren. Sie sind temporär klinisch tot, aber Sterbebett-Visionäre sind klinisch lebendig! Es sind zwei unterschiedliche Phänomene, die jedoch jeweils auf ihre Weise auf die Realität einer Nachwelt verweisen und darauf schließen lassen.

 

Die 12 besten Fälle dieser beiden Arten von Erfahrungen, lassen auf ein Leben nach dem Tod schließen. Die Kraft bzw. die Quote einer jeden Art solcher Beweise, wird durch die anderen so nochmals verstärkt. Und das gilt so auch für die weiteren im Vorfeld genannten Arten. In meinem Buch "When did you ever become less by dying?" fasse ich die aussagekräftigsten Fälle eines jeden der acht genannten Typen zusammen. Ich weiß aus langjähriger Erfahrung im Umgang mit Hunderten von Lesern (einschließlich meiner Studenten), daß jeder, der das Buch mit offenem Geist und Herzen liest, zweifelsfrei davon überzeugt sein wird, daß das Jenseits existiert und real ist. Man stelle sich vor, wie mächtig und erstaunlich ein Einzelfall ist und legt dem zu Grunde, daß es dazu Hunderte anderer ähnlicher gelagerter Fälle/Erfahrungen gibt. Und dann gibt es auch noch sieben weitere Typen/Arten dessen! Bleibt da noch wirklich genug zum Zweifeln?

 

Die Natur der Jenseitswelt

 

In meinem Buch "Heaven and Hell Unveiled" lege ich dem Leser in 19 Kapiteln die wahrscheinliche Natur der Nachwelt dar, basierend auf all den o.g. Beweisen. Im weiteren Verlauf wurde das Ganze in 50 Schlagsätzen zusammengefasst (die "Wichtigen Fünfzig"). Hier und jetzt werde ich nur einmal einen Aspekt darstellen, den ich besonders interessant finde. Hierbei handelt es sich um die progressive Natur der Jenseitswelt und die Rolle, die der freie Wille dabei spielt. Die Nachwelt ist keineswegs ein Ort der Ruhe, sondern des Erfahrens und hoffentlich des Wachstums.

 

Zahlreiche Seelen erkennen und sehen mit großer Klarheit, wie viel Wachstum vor ihnen liegt. Etta Thomas ist dafür ein typisches Beispiel.

Der Engländer Rev. Drayton Thomas kommunizierte über das hochbegabte Medium Frau Gladys Osborne Leonard über zwanzig Jahre mit den Toten.  Die Hauptkommunikatoren waren sein Vater John, ein methodistischer Minister, und seine Schwester Etta. John starb 1903, Etta 1920. Beide erwiesen sich als besonders wertvolle und begabte Individuen. Etta selbst sieht sich als jemand, die sich in einem Arbeitsprozess befindet. Sie ist sehr dankbar für die Veränderungen, welche sie erfuhr und sie erwartet diesbezüglich noch mehr:

 

"… Die vier Jahre seit meinem Tod sind sehr schnell und sehr glücklich vergangen. Ich werde mir der wunderbaren Dinge um mich herum bewusster, von denen ich zuerst nicht ganz überzeugt war. Zum Beispiel vergrößern sich mein Sicht- und Hörbereich sowie mein Verständnis ständig."

 

Andere Geister blicken in eine Zukunft, die einem nahezu den Atem raubt. Der Geist von Frances Banks, einer vor 50 Jahren verstorbenen Engländerin und Meditierenden, beschrieb sich selbst als eingebettet in eine Seelenfamilie, die sich zu „dem ewigen Zentrum des Lichts und der schöpferischen Energie, die Menschen Gott nennen“ entwickelte. Später fügte sie hinzu: „Ich  fühle mich, als ob ich auf einem Pfad des Lichts beginne, der… in Bereiche von unvorstellbarer Schönheit und Verwunderung führt und von denen ich bis jetzt nur den geringsten Schimmer des Verstehens habe.

 

Ein weiteres Geistwesen, ein junger Mann, der bei einem Unfall ums Leben kam und versuchte, ein Kind vor dem Überfahren zu bewahren, beschrieb: „... Große Wesen des Lichts, die den Willen des göttlichen Schöpfers umsetzen und dessen Kraft, Schönheit und Licht in sich tragen und weitergeben." Aber auch sie sind in der Entwicklung. Später fügt er hinzu, er wisse nicht, wie viele „aufeinanderfolgende Galerien der Heiligkeit jede Seele erklimmen muß, daß es ausreicht um Ihn [Gott/den Schöpfer/die Schöpfung] so zu sehen, wie Er/wie Sie ist.

 

Dieser Geist, Aphraar genannt, trifft eine Frau, die er auf Erden kannte und die sich der Betreuung von Kindern in Londons Slums widmete und nebenbei Gedichte schrieb: „Gott sei Dank, ich kann immer noch schreiben und tue dies auch“, ruft sie aus. Sie rezitiert ein Gedicht, eine Seite voller spiritueller Leidenschaft. Darin erzählt sie uns, warum sie mit ihrer gegenwärtigen Station in einem niedrigeren Himmel/einer geringeren Dimension zufrieden sein muß:

 

"Oh!...eine solche Vision würde uns überfordern, wenn Sie uns so plötzlich zu Teil wäre. Also warten wir, uns vorbereitend auf das was da kommt, im Vorraum des Himmels."

Aphraar fragte dann, ob es noch weitere Vorbereitungs-Stufen gäbe, bevor man seine endgültiges Ziel erreiche:

 

"Oh ja...selbstverständlich! Es gibt andere; und ich habe keine Ahnung wieviele. Ich frage mich manchmal: Sollen wir jemals die letzte (Stufe) erreichen? Gibt es ein Ende? Können wir überhaupt, da Gott/der Schöpfer unendlich ist, tatsächlich an Grenzen stoßen? Bedenkt man, wie weit wir von der Heiligkeit entfernt waren, als wir unsere Pilgerreise auf Erden begannen, und wie kurz die Strecke war, die wir bisher zurückgelegt haben, dann wird man verstehen, daß es noch unzählige solcher Phasen geben muß, bevor wir hoffen können, in der ungetrübten Schönheit seiner/ihrer Gegenwart zu stehen. Mit den neuen Kräften und dem größeren Wissen, das mir mein neues Leben gegeben hat und das eine breitere Vorstellung von seiner Reinheit und meiner eigenen Unwürdigkeit entfaltet, denke ich manchmal, daß es fast notwendig sein wird, uns an den Tod unseres Erdenlebens zu erinnern, bevor wir es ertragen können, ihm/ihr ins Gesicht zu schauen."

 

Der Vater von Drayton Thomas teilt die Vision dieser Frau. Gottes Absicht ist es demnach, jeder Seele endlose Möglichkeiten zu geben, sich selbst zu vervollkommnen:

 

"... Man kann kein Stadium erreichen, in dem es heißt: Es gibt nichts mehr zu wollen, ich muß genau so weitermachen, wie ich jetzt bin. Denn wenn wir das meistern, was wir für den absoluten Krönungspunkt des Wissens halten, erfahren wir unmittelbar, daß es uns wieder eine Welt neuen Wissens eröffnet hat. Du siehst es überall um dich herum. Die Möglichkeiten hier sind unendlich größer und vielzähliger! Auf der Erde sind viele immer im Stillstand/der Passivität; Ich erwarte nicht, daß man mich jetzt versteht. Andere jedoch werden eben jene verstehen, für die einen kleinen Punkt zu beleuchten es bedeutet, sich weiter zu entwickeln und ein gänzlich neues Feld der Erfahrungen zu erblicken. Es gibt keinen Punkt der Perfektion, den wir erreichen können, an dem es nichts mehr zu lernen gibt. Es wird immer dieses herrliche Gefühl des Abenteuers geben, wenn man versteht und versucht zu verstehen, sich stets weiter zu entwickeln und etwas zu erreichen. Meine Lust und mein Hunger nach mehr Wissen, Erfahrung und Erleuchtung lassen niemals nach; es wird stetig mehr."

 

Anhand dieser und der zahlreichen anderen Fälle erkennen wir eine endlos reichende Zukunft für jede Seele, die mehr wissen, mehr lieben und mehr sein möchte. Wir bekommen Einblicke in unbeschreibliche Freude; und der Grad der Freude ist proportional zur Entwicklung eines edlen Charakters - einer Seele, die sich an Wahrheit, Güte und Schönheit erfreut.

Ich möchte jedoch nicht den Eindruck erwecken, wir alle seien für das ultimative Happy End vorgesehen.; ganz sicher nicht. Der Charakter/unsere Persönlichkeit (nicht der Glaube) bestimmt unseren Platz im Jenseits, wenn wir von dieser Welt gehen. Und von diesem Ausgangspunkt aus müssen wir anfangen zu wachsen, wenn wir dazu bereit sind.

 

Was passiert also mit charakterlosen Menschen, die ihre Einkommen in Casinos verspielen oder mit dem Ehegatten ihres besten Freundes Ehebruch begehen? Oder niemals Zeit dafür finden, ihre sterbenden Eltern im Altersheim zu besuchen? Und was ist mit den gewöhnlichen egoistischen Menschen, die uns an uns selbst erinnern könnten?

Ein Geist, der sich als einen Politiker beschreibt, der "das Beste aus den Menschen herausholt und ihnen das Wenigste zurückgibt", erzählte Drayton Thomas von seiner ersten Umgebung in der Jenseitswelt. Er verglich sie mit einigen der langweiligen, uninteressanten Städte in den Midlands oder im Norden Englands, mit ihren unfruchtbaren Feldern um die kleinen Reihenhäuser herum, die ausschauen wir Kanister.

"Meine Begleiter waren uninteressante und unintelligente Leute. Viele davon waren wohlhabend auf der Erde, aber das hat hier überhaupt keine Relevanz."

Und eben dieser Mann strebt nun wohl etwas Besseres zu sein an:

 

"Als ich die nächste Sphäre erreichte, war meine Umgebung ein Stück besser, denn es gab Möglichkeiten für eine intellektuellere und spirituellere Entwicklung. Dort fand ich Hallen und Schulen, in denen das Lernen gefördert wurde, und es kamen Helfer, die nichts erzwangen, sondern uns von den schönsten Gegenden oben erzählten. Doch obwohl sie von diesen Reichen erzählen und den Wunsch wecken können, sie zu erreichen, muß man sich zunächst den Dummheiten und Torheiten und den Fehlern des Bösen stellen, welche während des Lebens auf Erden bewusst oder unbewusst begangen wurden. Dies wird durch harte Arbeit für andere erreicht, während man sich selbst völlig vergisst;  Häuser bauen und die weniger schönen Gegenstände herstellen, die dort benötigt werden, um den Neuankömmlingen zu helfen. Und im Allgemeinen, um sich selbst karmisch zu reinigen, während man sich die wahren Bedürfnisse vor Augen führt."

 

Man muß sich vor Augen führen, daß es -warum auch immer, Seelen/Geister gibt, die an einer weiteren spirituellen Entwicklung nicht mehr interessiert sind, als sie es zu Lebzeiten auf der Erde auch waren. "Es gibt träge und langweilige Menschen hier, wie bei euch", erinnert uns ein anderer Geist. „Die meisten Seelen sind fast so blind wie auf Erden.“ Aber es gibt viele Lehrer, „die bereit sind, jedem zu helfen, der ihre Hilfe wünscht, um echte und tiefe Erfahrungen in den Mysterien des Lebens zu machen.

 

Was hat es nun mit den Sterbebett-Kommunikationen -der Buße am Sterbebett, auf sich? Geister sagen uns, sie seien bedeutungslos. Das liegt daran, daß sie keinen Einfluss auf den Charakter des Sterbenden haben. Der Geist von David Patterson-Hatch, einem im frühen 20. Jahrhundert in Los Angeles lebenden Richter, warnt diejenigen, die eine solche Aktion planen, um in den Himmel einzutreten: „Hütet Euch vor der Totenbett-Buße und deren Versuch der nachträglichen Reinigung dunkler Erinnerungen/Ereignisse/Taten. Es ist besser, seine karmischen Lasten tapfer auf dem Rücken zu tragen und so in die Ewigkeit zu gehen, als mit den bestrumpften Füßen einer traurigen Feigheit durch die Hintertür der Hölle zu schleichen.“ Und weiter heißt es: „Es gibt keinen billigen Aufschub, es gibt keine leichten Begnadigungen. Die göttliche Gerechtigkeit regiert das ganze Universum. Ein spiritueller Zwerg kann sich nicht als erleuchteter Riese ausgeben. Es gibt keine Buße im Sterbebett.

 

Aus diesen und zahlreichen anderen Berichten vieler Geistwesen lernen wir Folgendes:

Erstens sind wir die Richter über uns selbst und unsere Erinnerung an alles, was wir getan haben, sind allgegenwärtig und können nicht umgangen werden.

Zweitens, obwohl einige der wichtigsten Weltreligionen zu Recht sagen, über uns werde gerichtet werden, so sind diese in den Details falsch - sehr falsch! Denn tatsächlich wird (seitens der Geisteswesen) nirgendwo ein Gott erwähnt, der mit dem Zepter in der Hand auf einem Thron sitzt. Nichts erweckt den Anschein, als würde ein äußeres Wesen jeglicher Art über uns urteilen. Gott/die Schöpfung mag der ultimative Richter sein, aber wenn es der Fall ist, dann geschieht dies so wie es Drayton Thomas' Tante mitteilt "...durch unser höheres Selbst".

Drittens dient das Gericht einem einzigen Zweck: der Rekonstruktion/Neuausrichtung der Seele. Dieser Prozess wird sicherlich schmerzhaft sein aber das Ziel ist niemals Bestrafung, sondern Veränderung.

Viertens wird die Idee der ewigen Hölle allgemein abgelehnt. Auf jeder Ebene, von engelhaft bis dämonisch, ist der Wille immer frei und daher eine Veränderung möglich. Niemand ist dazu verdammt, für immer in der Hölle zu bleiben, auch wenn man sich tatsächlich dafür entscheiden kann.

 

Die Konsequenzen eines Glaubens an die Jenseitswelt, so wie sie hier beschrieben wird

 

Der Glaube an ein Leben nach dem Tod hat die Zivilisation in der gesamten Menschheitsgeschichte bis in unsere Tage hinein tiefgreifend beeinflusst. Es hat viele, wenn nicht die meisten, der großen Kunstwerke inspiriert: die Pyramiden, den Parthenon, die Kathedrale von Chartres, die Messe in H-Moll von Bach, die Bhagavad Gita, die Bibel; diese Liste läßt sich nahezu endlos fortführen. Zudem wird uns das Leben nach dem Tod heute in einer Form kommuniziert, die primitiv und sogar gefährlich ist. Daß wir weiterhin von diesen abgenutzten Theologien beeinflußt werden, die ewige Verdammnis für Viele und göttlich-leuchtende Schicksale für einige Wenige propagieren, ist mehr als überflüssig; wir sind dessen unwürdig! Zumal wir jetzt Lehrer und Führer haben, die uns erzählen, was wirklich passiert. Wenn wir ihnen doch nur einmal zuhören würden, dann wäre unsere zu erwartende Welt wie folgt:

 

Es würde uns den Glauben ermöglichen, daß das Leben in eine bestimmte Richtung weiter geht bzw. sich zu etwas entwickelt. Es würde das Vertrauen in eine Quelle immensen Ausmaßes aufbauen, die an der Spitze eines Seelenbildungsprozesses steht, der unserem Leben den Sinn gibt, den es sonst nicht haben würde.

 

Es würde zu der zuversichtlichen Erwartung führen, daß das Leben nicht mit dem Tod endet und daß denjenigen, welche früh aus dem Leben gerissen wurden, nicht die Möglichkeit genommen wird, an ihren Lieben teilzuhaben und daß demnach Vorfahren und Nachkommen wiedervereinigt werden.

 

Es würde helfen, die Angst derer zu beseitigen, die um den Tod eines Kindes trauerten. Denn sie würden wissen, daß ihr Angehöriger in guten Händen war und ist.

 

Es würde Desinteresse und Langeweile in Bezug auf die Vorstellungen der Jenseitswelt beseitigen, die entstehen, wenn man davon ausgeht, daß es danach nichts mehr zu erreichen gäbe. Nur maximal eine vage Vermutung; nichts Konkretes, Farbenfrohes oder gar Schönes, das es zu empfehlen gäbe. Statdessen würde der Himmel dann als etwas herausforderndes, anregendes; als ein wirklich dynamisches Umfeld aufgefasst.

 

Es würde die Melancholie positiv anheben, welche die Angst vor dem Sterben mit sich bringt; insbesondere bei älteren Menschen.

 

Es würde zu der Überzeugung führen, daß gute Taten einem glücklichen Schicksal und selbstsüchtige oder kriminelle Taten dem Gegenteil gegenüberstehen. Dieses karmische Gesetz hat im Laufe der Jahrhunderte sozusagen den Klebstoff gebildet, der Gesellschaften hilft, mehr oder weniger gesetzestreu zu bleiben.

 

Es würde diejenigen, die dem Tode nahe sind, davon abhalten, heldenhafte Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Leben um ein paar Wochen zu verlängern - eine kostspielige Entscheidung, die aus der Angst heraus erwächst, dies sei das einzige Leben, das es gibt und das sich die Welt in vielerlei Hinsicht eigentlich gar nicht leisten kann.

 

Der weltweite Ressourcenverbrauch würde sich verringern, wenn die Menschen verstehen, daß dieses eine Leben nicht ihre einzige Chance ist, glücklich zu werden.

 

Rassismus und Sexismus verlieren ihren Reiz, sobald die Gesellschaft besser versteht, daß Seelen keine Farbe und kein Geschlecht haben. (Anm.: In diesen beiden aufgeführten Punkten muß erwähnt werden, daß wir uns von die-lebenskraft.de gänzlich distanzieren von irgendwelchen Depopulations- und/oder links-liberalen Anti-Gender-Agenden. Außrdem gehen wir anhand des Gesamtbeitrags nicht davon aus, daß der Autor hier solche oder ähnliche Agenden unterbewußt gut heißt. Jeder Betrachter möge sich hier jedoch sein eigenes Bild machen und das annehmen, mit dem man selbst resoniert!)

 

Unsere Welt würde interessanter werden, wenn wir erkennen, daß sie von Geistern/Geistwesen besucht wird, die wir physisch nicht sehen können. Es würde unsere Welt sozusagen vertikalisieren/ nach oben öffnen.

 

Fundamentalistische Religions-Auslegungen würden viel von ihrer Anziehungskraft verlieren, wenn die umfassenderen Erkenntnisse, die auf den Einsichten unserer Geistesfreunde beruhen, hingegen an Bedeutung gewinnen. So wie es eine Wissenschaft gibt und nicht viele, so würde es auch eine Religion geben; jedoch mit vielen Gesichtern, resultierend aus den verschiedenen Kulturen der Welt herauswachsend. Es würde wohl immer noch Kriege geben, aber sie würden nicht so leicht über Religionen entstehen.

 

Der Mensch ist im besten Fall definitiv mehr als ein hirnloser Verbraucher. Er sinniert über den Sinn des Lebens. Menschen sind Philosophen; moralische Agenten. Die gezogenen Schlussfolgerungen haben weitreichende Konsequenzen, wie die obigen Punkte verdeutlichen. Jene Schlussfolgerungen können nahezu endlos debattiert werden. Betrachten wir also beide Seiten nur einen großen Frage wie dieser hier: Überleben wir den Tod?  - so führt sie den Menschen in seine eigenen kreativen Tiefen ein; sie bringt ihnen bei, wie man einen ersten Punkt argumentiert und verteidigt und gibt so einen ersten Vorgeschmack auf die Freude, zum ersten Mal im Geist zu sein/aus dem höheren Selbst heraus zu handeln. Auf den Punkt gebracht: Es humanisiert uns/die Menschen.

 

Meines Erachtens ist der Wunsch des Über-Lebens zweifelsfrei bewiesen. Und dessen Existenz basiert nicht auf Wunschdenken, wie Materialisten gerne behaupten. Er basiert auf Beweisen. Dabei kommt es nicht auf die Lehren einer bestimmten Religion an, wie einige religiöse Menschen gerne behaupten. Es kommt auf Beweise an! Dafür widerum ist es nicht nötig, Beweise der Wissenschaft zu ignorieren. Es erfordert vielmehr einen Blick auf die gesamte Wissenschaft, einschließlich der neuen Wissenschaft des Bewusstseins.

 

Dieser Exklusiv-Artikel erschien erstmals in der New Dawn Special-Ausgabe V11N6 und wird hier mit Genehmigung des Herausgebers abgedruckt. Alte Weisheit, neues Denken - besuchen Sie uns auf newdawnmagazine.com.